Pankreas/Fermente

Hinter dem Magen liegt etwas und das ist das

Pankreas oder die Bauchspeicheldrüse,

die alles menschliche Leben schafft, indem sie alle Nahrung mittels ihrer Enzyme in die Grundbausteine zerlegt damit wir leben und werden können. Sie ist das wichtigste Verdauungsorgan. Magen und Leber haben Eiweiße zu denaturieren und Fett zu emulgieren um Angriffsflächen für die Verdauungsenzyme der Bauchspeicheldrüse zu schaffen. Die Enzyme bzw. Fermente sind Metallproteide, in denen sich eine Reihe von Aminosäuren um einen Metallkern lagern, z.B. um Zn, Fe, Cu oder Ca. Ohne Metalle gibt es KEINE intakte Pankreasfunktion.

Wie arbeitet unsere Verdauung eigentlich wirklich?

Der erste Schritt beginnt im Mund. Kauen bildet das erste Enzym, die Amylase (Stärke spaltend), diese übermittelt der Milz die energetische Qualität des Gekauten,

der Magen erzeugt sogleich die entsprechenden Säuren um den Speisebrei durch ein Säurebad für die Bauchspeicheldrüse vorzubereiten.

Diese verwandelt die Säuren mit Hilfe von Bicarbonat-molekülen in Basen um, durch die erst die Enzyme wirksam werden können die Fette werden durch die Galle emulgiert, wegen der Angriffsfläche, s.o..

Das Pankreas erzeugt ständig Enzyme die in den Darm abfließen, wo sie ungenutzt bleiben und oft bei einem opulenten Mahl einfach zu wenige vorhanden sind. Daher wären 6 kleine Mahlzeiten am Tag bekömmlicher als 3 große.

Regel 1. Häufige kleine Mahlzeiten!!

Regel 2. Gründlich kauen!

Regel 3. In Frieden essen!

Enzyme/Fermente

Enzyme sind Fermente bzw. Eiweißmoleküle, die als Katalisatoren dienen und die chemischen Reaktionen beschleunigen. Sie sind unverzichtbar für den Stoffwechsel und helfen der DNA zu kopieren, bzw. der RNA zu transkribieren.

Enzyme sind Tausendsassas, weil sie fast alles können.

Es ist die Bauchspeicheldrüse mit ihren Enzymen, die die eigentliche Verdauungsarbeit leistet:   

  • Stärke modifizieren,
  • Eiweisse denaturieren und
  • Fette emulgieren,
  • Schäume stabilisieren,
  • Fleisch "verkleben",
  • Reifeprozesse steuern,
  • Milch zu Käse verdicken u.a.m.

Aber leider werden immer mehr von den Enzymen mit Hilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen hergestellt.

Verdauungsenzyme des Menschen:

Sind jene Enzyme, die unter anderem Nahrung in ihre Einzelteile zerlegen, um sie so für den Stoffwechsel verwertbar zu machen, s.o. Aufgabe fast aller Enzyme ist es, langkettige Moleküle (Fette, Kohlehydrate, etc.) in einfachere Verbindungen aufzuspalten.

Im Mund wirkt die Alpha-Amylase; im Magen wirken Pepsin und Katepsin; im Zwölffingerdarm spaltet der Gallensaft weiter auf. Im Dünndarm wirken die Laktasen für die Kohlehydrate und die Darmlipasen für Fette. Dipeptidpeptidasen sind für die Eiweiße zuständig und die Bauchspeicheldrüse stellt die Verdauungsenzyme her, ohne die die Nahrung nicht verwertet werden kann.

Peptidasen sind Enzyme, die Proteine oder Peptide spalten können   Proteasen sind Eiweiß-spaltende Enzyme

  • Pepsin dient dem Abbau von Eiweißen im Magen, plus
  • Katepsin
  • Trypsin dient dem Abbau von Eiweißen im Dünndarm
  • Chymotripsin spaltet bevorzugt an speziellen Peptidbindungen (Milchgerinnung)
  • Elastase spaltet Elastin
  • Erepsin ist das Enzym, das die Aufspaltung von Proteinen in Aminosäuren katalysiert.

Glykosidasen, diese Enzyme spalten die Polysaccharide (z.B.Stärke) in Malzzucker.

  • Speichel-Amylase beginnt schon im Mund mit dem Abbau von Kohlehydraten
  • Pankreas-Amylase setzt den Abbau fort
  • Sucrase-Isomaltase baut verzweigte Zuckerketten ab
  • Maltase-Glucoamylase baut unverzweigte Zuckerketten ab und spaltet Doppelzuckerteilchen im Dünndarm

Lipasen sind Enzyme der Bauchspeicheldrüse, die Fette im Dünndarm in Glycerin und Fettsäuren spalten, insbesondere

  • Gallensalz-aktivierte Lipase baut den Cholesterinspiegel ab
  • Pankreaslipase zerlegt Triglyceride zu Monoglyceriden
  • in Waschmittel – Proteaseneiweiß und Amylasen, haben stärkezersetzende Wirkung

Nukleasen spalten die Nukleinsäuren 

Lactase spaltet Milchzucker (Laktose) in Galaktose und Glucose

 

 

Gewürze und ihre Funktionen

Die wichtigsten Funktionen sind:

  • Konservierung der Lebensmittel (Salz, Chili, Rosmarin)
  • Appetitanregung durch Bitterstoffe (Bitterliköre, Rosmarin, Wermut)
  • Verdauungsfördernde Magentätigkeit (Pfeffer, Salz, Essig)
  • Verhinderung von Blähungen und Krämpfen (Fenchel, Anis, Kümmel)
  • Geschmacksverbesserung fader oder verdorbener Lebensmittel (Rosenwasser, Orangenblüten)
  • Geschmacksverstärker (Glutamat, Vanille, Butter)

Einige Gewürze und Kräuter werden für gesundheitliche Zwecke eingesetzt:

  • Anregung der Bildung von Gallenflüssigkeit zur Fettverdauung (Zwiebel, Knoblauch)
  • Gute Wirkung auf die Darmflora (Ingwer, Knoblauch)
  • Aphrodisierende Wirkung und Aktivierung des Herz-Kreislauf-Systems (Nelken, Chillies, Ingwer, Kakaobohnen)
  • Konzentrationsfördernd und aufmunternd (Kaffee- und Kakaobohnen, Guarana, Colanuss)
  • Entspannung, Beruhigung, einschlaffördernd (Salbei, Muskat, Lavendel, Melisse, Hopfen).