Farben - Freude

Freude im Bauch

 

Hast Du Dich heute schon so richtig aus tiefstem Herzen gefreut? Wenn ja, dann war das eine Wohltat für Deinen Dünndarm!

Ist der Magen-Darm-Trakt etwa aufgrund von Verkrampfungen verengt und verhärtet oder durch Erschlaffung erweitert, wird der Bauch deformiert. Mit Auge und Hand sind diese Veränderungen leicht wahrzunehmen.

Orange die Farbe der Freude

Was das Auge nicht sieht und die Hand nicht ertastet ist die psychische Komponente. Mit dem Herzen ist der seelische Hintergrund für Darmprobleme erspürbar. Prinzipiell kann sich jeder psychische Stress auf ein Organ schlagen. Es gibt aber bestimmte Zuordnungen von Emotionen, die für ein bestimmtes Organ förderlich oder hinderlich sind. Was nun den Dünndarm betrifft, so ist „das“ Stärkungsmittel schlechthin die Emotion der Freude.

Der Dünndarm wird traditionell dem zweiten Energiezentrum des Menschen zugeordnet. Dieses Chakra wird durch die Farbe Orange charakterisiert, die auch Symbol für die wahre, innere Freude und Glückseligkeit ist. Orange gilt auch als Hilfe für die Überwindung dieser polaren Welt, der Transformation der sexuellen Energien und Erlangung der Glückseligkeit bereits hier auf Erden.

Die Farbe Orange verstärkt auch die Fähigkeit Freude zu empfinden. Hat man diese Fähigkeit zu wahrer Freude entwickelt, die stets eine innere Entscheidung, eine bestimmte Art von Lebenseinstellung erfordert und nicht von äußeren Faktoren abhängig sein sollte, dann wird sich das auch an einem gesunden Dünndarm zeigen. Abwesenheit von Freude hingegen, die sich als Kummer und Traurigkeit (nicht Trauer, das ist etwas anderes!) äußert, schwächt den Dünndarmmeridian und damit letztendlich auch den Dünndarm selbst, der von diesem Meridian energetisch mitversorgt wird.

Die Entscheidung liegt im Dünndarm

Der Dünndarm ist ein Organ, das auf körperlicher Ebene ständig Entscheidungen zu treffen hat. Sein Prinzip lautet: ich entscheide, was zu mir gehört und was ich wieder verwerfe. Er spaltet Brauchbares aus der Nahrung in Einzelbestandteile und nimmt sie auf, Unbrauchbares leitet er weiter an den Dickdarm zur Ausscheidung. Entsprechend dieser körperlichen Funktion geht es im Geistigen um die Fähigkeit zur Analyse des Erlebten, um Aufnahme und Behalten des Brauchbaren und um Verwerfen des Unbrauchbaren. Es ist dabei – wie immer – Maß zu halten zwischen zu viel Analyse (ein Sich-im-Detail-Verlieren), wobei man an nichts ein gutes Haar lassen kann, und zu wenig Analyse (kritiklosem Übernehmen von noch gar nicht verdauten Eindrücken). Der Dickdarm ist schließlich dafür zuständig, das Unbrauchbare dann auch tatsächlich loszulassen.

Der Mangel an Freude und seine Folgen 

Nun kann man sich vorstellen, dass Untergewicht (zu wenig Verwertung) und Übergewicht (zu viel Verwertung) etwas mit Freude zu tun haben kann, nämlich mit Mangel an Freude, die aus dem Inneren entsteht. Nicht, dass sie nicht jederzeit da wäre! Folgen wir kurz der Vorstellung, dass diese Welt nur Illusion ist, eine Bühne für sämtliche menschliche Erfahrungen, die schließlich als Ziel aller Inkarnationen zur Rückverbindung zur Einheit führen. Wir haben stets die Wahl in dieser Welt Einheit statt Trennung zu erfahren. Aber mit jedem Sich-Entscheiden für negative Gedanken stärken wir den Eindruck in einer Welt der Trennung zu leben. Wir versagen uns die Freude also selbst, indem wir uns für den Zweifel entscheiden und die daraus entstehende Angst für wirklich halten. Die Abwesenheit von Freude erleben wir als Kummer und Traurigkeit, die uns scheinbar immer wieder einholt.

Der Untergewichtige signalisiert den Mangel an Freude durch seinen Körper ganz deutlich.

Der Übergewichtige signalisiert ihn ebenfalls, denn er greift zu Ersatzbefriedigungen, die ihn aus der Form geraten lassen. Aus dem Zweifel entsteht beim Übergewichtigen die Angst, nicht genug herauszuholen, nicht genug zu bekommen und deshalb alles restlos gut verwerten und anlegen zu müssen.

Die Freude ist also das Gegenmittel schlechthin, der Schlüssel, um diese Angst zu überwinden. Es ist immer genug da, ja es ist sogar Fülle da und somit ist es unnötig, sie durch Körperfülle zu ersetzen. Über diese geistigen Dinge wird selten gesprochen, denn meist versuchen wir beim Körperlichen direkt anzusetzen.

Dünndarm und Herz gehören zusammen

Zurück zur körperlichen Ebene, die sowohl von der Ernährung als auch vom Geist bestimmt wird.  Der Mensch besteht aus Organsystemen, die sich aus jeweils zwei zusammengehörenden Organen und dem sie verbindenden Meridian, der sie mit Energie versorgt, zusammensetzen.

  • Das Element Feuer regiert im Sommer. Da ist es empfehlenswert, auf die Vermeidung von Hitze zu achten. Klimatisch sind wir in dieser Jahreszeit ohnehin mit Hitze konfrontiert, aber auch Stress, Zeitdruck und Überanstrengung lassen Hitze entstehen. Kommt beides zusammen, kann das dem Herzen schaden und auch dem Dünndarmmeridian, der die Aufgabe hat, zuviel Hitze aus dem Herzen weg zu leiten reagiert darauf. Nervosität, Schlafstörungen, Herzinfarkt, Dünndarmgeschwüre und Blasenentzündungen sind darin begründet.

Bitteres für Herz und Dünndarm

Mit dem Essen kann man da einen gewissen Ausgleich schaffen. Der bittere Geschmack wird dem Feuerelement zugeordnet und unterstützt die Verdauung. Dadurch lässt sich die verdauungsfördernde Wirkung von Bitterstoffen erklären. Allerdings muss man dabei auch die thermische Wirkung beachten:

Sowohl bitter-kalt (Schwarztee, grüner Tee), als auch bitter-warm (Kaffee, Rotwein) zugeordnete Nahrungsmittel wirken zwar ableitend, aber in größeren Mengen auf die Säfte austrocknend, was für Herz und Verdauung gleichermaßen schädlich ist.

Bitter-erfrischende Lebensmittel, wie

  • Radicchio,
  • Endivie,
  • Chicoree, oder
  • Löwenzahn,
  • Wermut,
  • Schafgarbe,
  • Engelswurz,
  • Kalmus,
  • Artischocke,
  • Grapefruit,
  • aber auch nicht als bitter wahrnehmbare Nahrungsmittel wie
  • Olive und
  • rote Rübe hingegen helfen die Hitze im Herzen zu kühlen und schützen vor Austrocknung.
  • Bitter-warme Getränke und Kräuter, wie
  • Kaffee,
  • Rotwein,
  • Rosmarin,
  • Thymian und
  • Oregano sind empfehlenswert bei feuchtem Wetter oder bei „innerer Feuchtigkeit“, die infolge von Milzschwäche entstehen kann. Bei trockener Hitze und allen
  • Substanz-Mangelerkrankungen wie
  • Haarausfall,
  • Osteoporose und bei
  • Durchblutungsstörungen ist von den bitter-warmen Lebensmitteln Abstand zu nehmen, da sie die Substanz weiter erschöpfen und die Gefäße verhärtet werden.

Besonders gut bei Hitze und starkem Schwitzen sind die sauer-erfrischenden Lebensmittel des Holzelementes, wie

  • WASSERMELONEN, besonders günstig
  • saures Obst,
  • Gemüse,
  • Sprossen,
  • Früchtetees,
  • Weizen,
  • Dinkel und
  • Buchweizen

Vertraue auf deine Intuition und horche in Dich hinein, denn dein Körper flüstert Dir stets zu, was er gerade benötigt. In diesem Sinne Mahlzeit und gute Gesundheit!

FARB-WIRKUNGEN

  • Ein Objekt, das alle Lichtwellen zurückwirft, sieht w e i ß aus.
  • Ein Objekt, das alle Lichtwellen aufnimmt, sieht s c h w a r z aus.
  • Ein Objekt, das alle Lichtwellen außer Rot aufnimmt, sieht r o t aus.
  • Farben bringen Schwung und bestehen aus Schwingungsfrequenzen und Wellenlängen.

ROT

  • Rot ist die Farbe der Gegensätze: Liebe – Wut, Freude – Zorn, Leben und Vitalität, Sonne: Feuer
  • Rot unterstützt die Bildung von roten Blutkörperchen und regt die Atmung an, wirkt auf Haut und Drüsen, belebt die Sinne und wirkt verjüngend, hat das stärkste Durchdringungsvermögen und wirkt stark anregend auf den gesamten Organismus.
  • Rot beschleunigt den Ausscheidungsprozess und die Atmung, fördert die Durchblutung, erweitert die peripheren Gefäße,
  • steigert Herz- und Pulsfrequenz und setzt die Schmerzschwelle hinunter.
  • Gut gegen Müdigkeit, Muskelverspannungen und Rheuma.
  • Kosmetik: zur Durchblutung der Haut und zur Anregung + Verbesserung des Hautbildes.

 

ORANGE  

  • Orange stärkt das Immunsystem, wirkt positivierend, drüsenanregend und verjüngend. Es beschleunigt die Zellregeneration, kräftigt das Lungengewebe und unterstützt die Verdauung.
  • Kosmetik: bei Hauterschlaffung, -alterung, Falten und Schwangerschaftsstreifen, indem es die Hautelastizität steigert.

 GELB

  • Gelb ist eine heiße und die hellste Farbe (Sonne) und hat einen aufheiternden Effekt. Sie wirkt anregend auf das Gehirn und die Drüsen, ist hautstraffend und wirkt dadurch der Faltenbildung entgegen.
  • Gelb fördert die Verdauung, regt den Magen an, aktiviert die Schleimhäute, unterstützt die Leberfunktionen und die Darmtätigkeit und kräftigt das vegetative Nervensystem.
  • Kosmetik: siehe Farbe Orange.

 GRÜN

  • Grün ist die Farbe der Natur. Sie wirkt beruhigend, ausgleichend, entspannend, bringt Frieden und Zufriedenheit, optimal geeignet zur Stressbewältigung.
  • Grün fördert die Zellregeneration und Gewebebildung, hilft bei Bronchialkatarrh, Keuchhusten, Gelenksentzündungen und allen chronischen Erkrankungen.
  • Kosmetik: Akne und Hautrötungen.

BLAU

  • Blau ist die Farbe der Ruhe, Entspannung und Unendlichkeit. Sie ist tief, rein und kühl;  alle hitzigen Krankheiten wollen Blau.
  • Blau verlangsamt den Puls, verengt die peripheren Blutgefäße und senkt in ihnen den Blutdruck, weil sich durch die Kälte die Viskosität = Fließeigenschaft des Blutes verändert, senkt auch Fieber.
  • Blau regeneriert und stärkt die Nerven, hilft gegen Schlaflosigkeit, ist schmerzlindernd, stabilisiert die Abwehrkräfte, blockiert Krankheitskeime, heilt Entzündungen.
  • Blau beschleunigt die Abstoßung abgestorbener Zellen, reguliert die Talgabsonderung und normalisiert und beruhigt auf diese Weise die Haut bei Akne und zu starker Fettproduktion, strafft das Gewebe und verhindert die Bildung von Besenreisern (Couperose).

VIOLETT 

  • Violett ist die Farbe des Geistes. Sie bringt Erkenntnisse und Inspiration. Sie wirkt auf das Unterbewusstsein und hat einen positiven Effekt auf das zentrale Nervensystem, hellt die Stimmung auf, wirkt entspannend bei Depressionen, entschlackt, hilft bei Lymphstauungen und trägt zu einer optimalen Narbenbildung bei.
  • Kosmetik: dringt tief ins Unterhautbindegewebe ein, fördert den Stoffwechsel und entstaut das Gewebe.